Unsere Tipps helfen dir bei der Berufswahl und geben dir eine Übersicht über die wichtigsten Regeln, die es bei der Bewerbung zu beachten gibt. So findest du noch schneller zu deinem Wunschausbildungsplatz.

1. Informieren

Du hast generell Interesse, eine Ausbildung im E-Handwerk zu machen? Gute Idee, denn die ist einfach elektrisierend! Grundsätzlich sind gute Noten in Mathematik und Physik von Vorteil. Und natürlich solltest du Interesse an Technik mitbringen sowie technische Zusammenhänge leicht verstehen können. Flexibilität und Zuverlässigkeit sind in jedem Beruf das A und O – auch im Elektrofachhandwerk. Weil funktionierende Lösungen nur in der Zusammenarbeit entstehen, solltest du ein Teamplayer sein. Gute Umgangsformen sind ein Muss, da es auch darum geht, mit Kunden zu sprechen und sie professionell zu beraten.

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Im nächsten Schritt solltest du dir überlegen, welcher der sieben Ausbildungsberufe im E-Handwerk für dich am besten geeignet ist. Informiere dich hier, welche Ausbildungsinhalte sich genau hinter den einzelnen Berufsbildern verbergen und welcher Beruf am ehesten deinen Interessen und Fähigkeiten entspricht. Verschaffe dir dann einen Überblick darüber, welche Betriebe in deiner Nähe eine solche Ausbildung anbieten. Darüber kannst du dich z. B. bei dem für deine Region zuständigen Landesinnungsverband informieren – oder dich gleich in unserer Jobbörse nach einem geeigneten Ausbildungsplatz umschauen.

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Welche Ausbildung?
Alle 7 Ausbildungsberufe im E-Handwerk

2. Kontakt aufnehmen

Theoretische Informationen sind gut, persönliche Eindrücke sind besser. Am besten schaust du dich daher einmal selbst in einem Betrieb um. Ruf in einem der Betriebe an, die für dich in Frage kommen, lass dich mit dem Geschäftsführer oder dem fürs Personal zuständigen Mitarbeiter verbinden und frag nach, ob du einmal vorbeikommen kannst. Im E-Handwerk ist Eigeninitiative gefragt, also ist eine positive Antwort die Regel.

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Einmal vor Ort, solltest du nach allem fragen, was dich beschäftigt. Und wenn du einen guten Eindruck von dem Betrieb hast, sprich deinen Gesprächspartner direkt darauf an, was du tun musst, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Häufig wirst du das Angebot erhalten, für ein paar Schnuppertage in dem Betrieb zu arbeiten. So lernst du den Betrieb kennen und der Betrieb lernt dich kennen – dabei merken beide Seiten, ob sie grundsätzlich zusammenpassen. Wenn alles gut läuft, ist die Bewerbung eigentlich nur noch eine Formsache – deinen Ausbildungsplatz hast du so gut wie in der Tasche, wenn du keine groben Fehler mehr machst. Falls dir keine Schnuppertage angeboten werden, erkundige dich gleich, welche Bewerbungsunterlagen benötigt werden. Auch das ist gut für deine Ausbildungschancen, denn man kennt dich im Betrieb bereits und wird sich an dich erinnern, wenn deine Bewerbung eintrifft.

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3. Bewerben

Jetzt wird es ernst. Eine Bewerbung muss fehlerfrei sein und einen guten Eindruck von dir vermitteln. Wie gesagt: Wenn es vorher schon einen persönlichen Kontakt gab, sind deine Chancen auf ein Vorstellungsgespräch besser, weil man sich an dich erinnern wird. Das heißt aber nicht, dass du bei der schriftlichen Bewerbung nachlässig sein darfst.

Als Beispiel findest du hier ein Musteranschreiben, an dem du dich orientieren kannst. Besser wäre es aber, wenn du eigene Worte finden würdest. Solltest du bei der einen oder anderen Form­ulierung unsicher sein, bitte doch jemanden, der sprachlich sicher ist, sich deinen Entwurf einmal anzuschauen. Ganz wichtig ist ein korrekter, aktueller und vollständiger Lebenslauf. Auch hierfür findest du hier ein.

Musteranschreiben
Deine persönliche Visitenkarte
Musterlebenslauf
Dein Werdegang im Überblick

4. Vorstellen

Wenn du zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden bist, ist das ein ziemlich gutes Zeichen, denn dann bist du auf jeden Fall ein potentieller Kandidat. Jetzt hast du es selbst in der Hand, alles klarzumachen und dir deinen Wunschausbildungsplatz zu sichern. Im Vorstellungsgespräch solltest du einen guten Eindruck machen – mit der richtigen Vorbereitung dürfte das kein Problem sein.

Die wichtigsten Punkte, an die du denken solltest:

Unterlagen mitnehmen
  • Im Vorstellungsgespräch geht es um deine Bewerbung – also solltest du auch eine Kopie aller abgeschickten Unterlagen dabei haben.
  • Auch eine Kopie der Stellenanzeige und ein Ausdruck der Firmenhomepage kann hilfreich sein – vielleicht mit markierten Stellen, zu denen du selbst Fragen hast. Damit unterstreichst du dein Interesse am Job und am Betrieb.
  • Überlege dir, was du von deinem möglichen Ausbildungsbetrieb wissen möchtest – z. B. über die Ausbildungsinhalte, Arbeitszeiten und Ähnliches. Mach dir eine kurze Checkliste, damit du nichts vergisst.
  • Damit du dir im Gespräch etwas notieren kannst, solltest du auch Block und Stift dabei haben.
Pünktlich und angemessen gekleidet erscheinen
  • Termine einhalten ist im E-Handwerk ganz wichtig, deshalb solltest du unbedingt pünktlich zum Termin erscheinen – im Zweifelsfall einen Bus früher nehmen!
  • Deine Kleidung sollte sauber, korrekt und der Jahreszeit entsprechend sein. Vor allem musst du dich darin wohlfühlen. Wenn du kein Anzugtyp bist, würdest du dir darin nur komisch vorkommen – das macht schon mal keinen guten Eindruck, zumal man im E-Handwerk eher selten Anzug trägt. Ungepflegte Kleidung oder ein übertriebenes Styling sind aber auch fehl am Platz.
Ganz ruhig bleiben
  • Wenn du dann im Büro sitzt, gibt es keinen Grund, nervös zu werden – ein Vorstellungsgespräch ist einfach ein Termin, an dem sich beide Seiten besser kennenlernen wollen.
Interesse und Wissen zeigen
  • Dein (vielleicht) zukünftiger Chef will natürlich sicher sein, dass er mit dir den Richtigen für seinen Betrieb auswählt. Deshalb wird er dir einige Fragen stellen, z. B. über dein Interesse an Technik und Elektronik, das du in deiner Bewerbung angesprochen hast. Hier solltest du ein paar gute Beispiele drauf haben, die zeigen, dass du dich schon gut auskennst und dich wirklich für das Thema interessierst.
  • Auch über deinen (vielleicht) zukünftigen Ausbildungsbetrieb solltest du informiert sein: Worauf er spezialisiert ist, für welche Kundengruppen er arbeitet, wie viele Mitarbeiter er hat – das zeigt deinem Gegenüber, dass du konkret an diesem Betrieb Interesse hast.
  • Im Job verbringt man viel Zeit miteinander, deshalb muss es auch zwischenmenschlich stimmen. Es kann also gut sein, dass man dich zu deinen im Lebenslauf angegebenen privaten Interessen und Hobbys fragt – auch darauf solltest du locker Antworten finden können.
Einfach Du selbst sein
  • Was garantiert nicht funktioniert: schauspielen, versuchen, jemand anders zu sein, oder gar hochstapeln. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn du dich von deinen besten Seiten präsentierst – aber es nutzt nichts, wenn deine Schilderungen kaum noch was mit dir zu tun haben. Sei also ganz du selbst, denn hinterher bist du es, der mit den Kollegen gut zusammenarbeiten muss.
  • Zeig dich im Gespräch freundlich, neugierig und interessiert. Lass dein Gegenüber ausreden, aber hake durchaus auch nach, wenn du etwas genauer wissen willst. Geh auf das ein, was dein Gegenüber sagt, aber frag auch nach den Punkten, die dir wichtig sind. Das signalisiert deinem Gegenüber deine Motivation.
  • Wenn du gut vorbereitet bist, wird sich ein lockeres, ganz natürliches Gespräch ergeben – und am Ende wissen beide Seiten, ob es passt.
Bloß nicht!

Wahrscheinlich würdest du dies alles sowieso nicht tun, aber sicherheitshalber wollen wir noch einmal erwähnen, was du auf jeden Fall vermeiden solltest:

  • ungepflegt mit schmutziger Kleidung erscheinen
  • nach Rauch und/oder Alkohol riechen
  • offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stehen
  • leicht zu durchschauende Unwahrheiten erzählen
  • nicht vorbereitet sein und keine Ahnung haben, was der Betrieb überhaupt macht
  • keine Motivation und kein Interesse an der Ausbildung zeigen

Wenn du dies alles beachtest, sollte es dir locker gelingen, den für dich richtigen Ausbildungsplatz zu erhalten. Wir wünschen dir viel Erfolg – und viel Freude bei deiner Ausbildung im E-Handwerk!